MES-Software für KMU: Wie Exolynk Shopfloor die Produktion digitalisiert
Wie ein Schweizer Maschinenbauer mit Exolynk Shopfloor seine Produktion effizient, transparent und zukunftssicher gestaltet.
Inhaltsübersicht
Kurzfassung
Eine Erfolgsgeschichte über die Digitalisierung der Produktion bei einem Maschinenbauunternehmen. Exolynk Shopfloor sorgt für effiziente Abläufe, volle Transparenz und lückenlose Rückverfolgbarkeit – von der Bestellung bis zum Service. Features wie Digital Twin, QMS und Echtzeit-Übersetzung sichern Qualität und Zukunftsfähigkeit.
Einleitung: Die Herausforderung von Cancutter
Cancutter ist ein innovatives Schweizer Maschinenbauunternehmen, das sich auf die Entwicklung und Produktion von Spezialgeräten für die Getränkeindustrie und Eventbranche spezialisiert hat. Während das Engineering und Assembling in der Schweiz erfolgt, werden bestimmte Bauteile in Südostasien produziert
Als wachsendes KMU stand Cancutter vor der Herausforderung, ihre komplexen Prozesse – von der Kundenbestellung über die Fertigung bis hin zum langfristigen Service – effizient und durchgängig zu steuern. Insbesondere die Anforderungen an Just-in-Time-Produktion, Qualitätssicherung und Nachvollziehbarkeit über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts machten ein modernes und flexibles System notwendig.
Mit Exolynk Shopfloor hat Cancutter die passende Lösung gefunden. Die Einführung brachte nicht nur Struktur und Transparenz in die Abläufe, sondern ermöglichte auch eine lückenlose Nachverfolgbarkeit jedes einzelnen Geräts – inklusive Digital Twin und Historie.
Vom Erstkontakt zur Bestellung: CRM & Order Management
Der Prozess beginnt oft klassisch: Ein Kunde meldet sich per E-Mail oder Telefon mit einer Bestellung oder Anfrage.
- Im Kontaktmanagement und CRM werden die Kundendaten sowie Lieferantendaten zentral erfasst und gepflegt. So steht bei jedem Auftrag sofort eine vollständige Kundenhistorie zur Verfügung – inklusive vergangener Bestellungen, Ansprechpartner und individueller Anforderungen.
- Über die Auftragsverwaltung (Order Management) wird die Bestellung formal erfasst. Lieferscheine und Shipments können direkt aus dem System generiert werden, wodurch die Abwicklung reibungslos und fehlerfrei erfolgt.
Praxisbeispiel: Ein Eventveranstalter bestellt kurzfristig mehrere Cancutter-Geräte für eine grosse Veranstaltung. Da alle Kundendaten im CRM gepflegt sind, dauert die Auftragserfassung nur wenige Minuten.
Just-in-Time-Produktion: Von der Bestellung zum Produktionsauftrag
Falls ein bestelltes Gerät nicht sofort ab Lager verfügbar ist, wird aus der Bestellung direkt ein Produktionsauftrag erzeugt.
Beim Assembling unterstützt das Manufacturing Execution System (MES) die Mitarbeitenden, indem es sie Schritt für Schritt durch den Fertigungsprozess führt. Die dafür nötigen Informationen, wie etwa die Bill of Process (BOP), stammen aus dem Product Lifecycle Management (PLM):
- Versionierte Stücklisten (BOM): Jede Baugruppe basiert auf einer klar definierten und versionierten Stückliste, sodass immer die richtige Version gefertigt wird.
- Nachvollziehbare Änderungen: Anpassungen an Bauteilen oder Prozessen werden lückenlos dokumentiert und lassen sich jederzeit bis ins Detail zurückverfolgen.
Transparenz in der Fertigung: Serialisierung
Während der Produktion werden für jedes fertige Gerät eindeutige Seriennummern generiert und zugeordnet.
Dies bildet die Basis für den Digital Twin, der die gesamte Historie eines Produkts über seinen Lebenszyklus hinweg abbildet.
Die Fertigung profitiert von der MES-Integration, die:
- alle Produktionsschritte digital erfasst
- Mitarbeitende in Echtzeit durch den Prozess führt
- Mängel und Qualitätsprobleme aufgenommen werden
Qualität sichern: QMS mit Ursachenanalyse
Treten während der Fertigung Qualitätsprobleme oder Non-Conformances auf, werden diese mittels 8D-Report direkt im Qualitätsmanagementsystem (QMS) erfasst.
- Über Root-Cause-Analysen und Ishikawa-Diagramme können Ursachen systematisch identifiziert werden. (weitere Details zu KI gestützten Root-Cause-Analyse in diesem Artikel)
- Die Probleme werden mit den betroffenen BOM-Versionen verlinkt und zur weiteren Bearbeitung an Engineering oder auch an den Supplier weitergeleitet.
- Massnahmen und deren Umsetzung sind im System dokumentiert und nachvollziehbar.
Praxisbeispiel: Während der Montage stellt ein Mitarbeiter fest, dass eine Zulieferkomponente nicht den Spezifikationen entspricht. Der Vorfall wird als Qualitätsmassnahmen / Actions im QMS dokumentiert, die Ursache mit Hilfe des 8D Prozesses analysiert, als Ishikawa-Diagramms dargestellt und der Supplier informiert. Dadurch kann die Problemquelle schnell beseitigt werden, bevor sie weitere Bestellungen betrifft.
Abb. Non-Conformance Root-Cause Analyse mit KI
Versand: Automatisierte Dokumentation
Nach erfolgreicher Produktion generiert das System automatisch alle notwendigen Dokumente:
- Lieferscheine
- Shipment-Dokumentation und Ursprungsnachweis
- sowie die Zuordnung der Seriennummern zum Kundenauftrag.
So ist jederzeit klar nachvollziehbar, welches Gerät an welchen Kunden geliefert wurde.
Langfristiger Service: SLM & Digital Twin
Mit dem Service Lifecycle Management (SLM) kann Cancutter auch lange nach dem Verkauf optimalen Support bieten. Garantiefälle und Reparaturen werden lückenlos dokumentiert, und alle Services lassen sich zentral koordinieren – für maximale Effizienz und Kundenzufriedenheit. (weitere Infos zum Service-Nachweis)
Praxisbeispiel: Ein Kunde meldet sich zwei Jahre nach Kauf, weil ein Schneidmesser ersetzt werden muss.
- Über die Seriennummer kann sofort das richtige Gerät identifiziert werden.
- Alle Ersatzteile, Änderungen und Service-Einsätze sind im Digital Twin hinterlegt.
- Der Austausch wird im Service Log dokumentiert – sodass die gesamte Historie für alle Beteiligten transparent bleibt.
Sicherheit durch Rückverfolgbarkeit: PLM & DMS
Falls es einmal zu einem Produktrückruf kommen sollte, ist Cancutter bestens vorbereitet.
- Durch die versionierten Stücklisten (BOM) können exakt die betroffenen Chargen und Geräte identifiziert werden.
- Das Dokumentenmanagementsystem (DMS) stellt sicher, dass alle relevanten Unterlagen (CAD-Dateien, Assembly Instructions, Prüfprotokolle) gespeichert und versioniert sind.
So lassen sich betroffene Kunden proaktiv informieren, anstatt mit grossem Aufwand nachträglich recherchieren zu müssen.
Sprachgrenzen überwinden: KI-gestützte Echtzeit-Übersetzung
Ein besonderes Highlight der Exolynk Shopfloor Lösung bei Cancutter ist die KI-basierte Echtzeit-Übersetzung aller Datenfelder.
Das bedeutet:
- Jedes Datenfeld im System kann in Sekundenschnelle automatisch in verschiedene Sprachen übersetzt werden – wie eine Simultanübersetzung.
- Mitarbeitende in unterschiedlichen Ländern können in ihrer Muttersprache arbeiten und dennoch auf denselben Datenbestand zugreifen.
- Dadurch werden Missverständnisse und Fehler vermieden, die oft durch Sprachbarrieren entstehen.
Praxisbeispiel:
Während das Engineering-Team in der Schweiz Stücklisten und Qualitätsberichte auf Deutsch pflegt, kann das Fertigungsteam in Südostasien dieselben Informationen in Englisch sehen – ohne Wartezeit oder manuelle Übersetzung. Gleichzeitig werden auch Eingaben aus dem Ausland automatisch ins Deutsche zurückgespielt, sodass alle Abteilungen stets dieselbe Informationsbasis haben.
Diese Funktion ist für Cancutter ein entscheidender Vorteil, da das Unternehmen in einem internationalen Netzwerk arbeitet. Mit der Echtzeit-Übersetzung wird die Zusammenarbeit über Länder- und Sprachgrenzen hinweg reibungslos und effizient gestaltet – und das ganz ohne zusätzliche Übersetzungstools oder externe Schnittstellen.
Fazit: Flexibilität und Effizienz für ein KMU
Mit der Einführung von Exolynk Shopfloor hat Cancutter seine Prozesse auf ein neues Niveau gehoben:
Effizienz: Durchgängige Abbildung des gesamten Prozesses vom Auftrag bis zum Service.
Transparenz: Jeder Produktionsschritt ist dokumentiert und nachvollziehbar.
Flexibilität: Das System wurde passgenau auf die Bedürfnisse eines KMU zugeschnitten – inklusive Realtime-Übersetzung, sodass alle Datenfelder sowohl auf Deutsch als auch Englisch nutzbar sind.
Zukunftssicherheit: Mit Digital Twin, versioniertem PLM und integriertem QMS ist Cancutter bestens für die kommenden Jahre aufgestellt.
Cancutter beweist, dass auch ein kleines Schweizer KMU mit der richtigen Lösung seine Prozesse so professionalisieren kann, dass es jederzeit mit internationalen Mitbewerbern Schritt hält – und dabei seinen Kunden einen Service bietet, der weit über den Standard hinausgeht.















